
Geflügelte Vielfalt
Geflügel ist gesund. Und Geflügel ist wandelbar. Ob Braten, Backen, Garziehen oder Grillen – dieses Fleisch ist für praktisch jede Zubereitungsart zu haben. Doch beim Grillen sollte man vorsichtig vorgehen: Fettarm wie es ist, sollte Geflügelfleisch immer in Alutassen oder auf ähnliche Weise geschützt gegrillt werden. Ein Großteil des Fettes befindet sich nämlich unter seiner Haut, die aus diesem Grund beim Grillen auch unbedingt am Fleisch bleiben sollte. Verletzt werden darf sie auf keinen Fall, damit das Fleisch schön saftig bleibt.
Manche mögen’s heiß …
Bei der Zubereitung der meisten Fleischsorten sollte eine gewisse Kerntemperatur nicht überschritten werden. Geflügel macht hier (wie auch Schweinefleisch) eine Ausnahme: Unsere gefiederten Freunde sollten nämlich immer auf 70 bis 80 Grad Celsius im Kern erhitzt werden. So haben Bakterien & Co keine Möglichkeit, sich auf ihre eigene Weise den für die Gäste bestimmten Festschmaus einzuverleiben.
Besonders gebraten oder gebacken erfreut Geflügel den Gaumen. Wird es im Ganzen im Backofen zubereitet, so geschieht das immer zuerst mit der Brust nach unten. Für die zweite Bratzeithälfte wird es dann gewendet. Das kontinuierliche Begießen mit Bratensaft sorgt dafür, dass es nicht austrocknet. Für eine verlockend knusprige Haut wird es kurz vor Ende der Garzeit dann mit etwas Salzwasser übergossen – besonders magere Bratenstücke werden mit einer Mischung aus Salz und Butterschmalz bestrichen. Für die entsprechende Optik hat sich süßes Paprikapulver bewährt, mit dem die Haut vor dem Braten eingerieben wird.
Etwas Zeit muss man für den perfekten Geflügelbraten übrigens schon mitbringen: Ein leckeres Brathenderl braucht etwa eine Stunde Garzeit, eine schmackhafte Ente eher zwei, und ein kleiner Truthahn schon mehr als drei Stunden – ganz zu schweigen von einem ausgewachsenen Exemplar ...
Ein kleines Stück Geflügelglück
Doch es muss nicht immer ein ganzes Henderl sein. Auch in kleinen Stücken kann Geflügelfleisch in vielfältiger Weise überzeugen – sei es als Ragout, als Gulasch oder als Frikassee. Wer diese Fleischsorte besonders schonend zubereiten möchte, der sollte sie in möglichst wenig Wasser garen. Das Zubereitungswasser wird dann idealerweise für Brühen oder Soßen genutzt. So gelangt tatsächlich der Großteil der wertvollen Nährstoffe zum Verzehr. Und das sind einige, denn Geflügel liefert jede Menge Vitamine (unter anderem B2, B6, B12), Mineralstoffe und Spurenelemente. Ob Niacin, Eisen, Zink oder Kalium – sie alle stecken reichlich in Henderl, Truthahn und Ente.
Bei den Beilagen ist Geflügel übrigens ebenso wenig wählerisch wie bei der Art der Zubereitung: Es fühlt sich mit fast allen Gemüsesorten, aber auch mit Kartoffeln oder Reis sehr wohl. Ob pikant oder exotisch gewürzt, ob gedünstet oder kross gebraten – entführen Sie Ihre Gäste auf eine kulinarische Reise in die Welt der geflügelten Genüsse!
